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STADTRUNDFAHRT 

Die Sehenswürdigkeiten Wiesbadens

Kurhaus / Spielbank

In der Spielbank versuchten auch der russische Dichter Fjodor Dostojewski und der Komponist Richard Wagner ihr Glück. Bereits 1771 hatte der Fürst von Nassau-Usingen eine Konzession für das Spiel in Wiesbaden erteilt. Ab 1810 befand sich die Spielbank im alten Kurhaus. Nachdem ein Reichsgesetz von 1872 die Schließung der Spielbanken zur Folge hatte, konnte das Spiel erst 1949 im Foyer des Theaters wieder aufgenommen werden. Heute befindet sich die Spielbank im ehemaligen Weinsaal des Kurhauses.

Kurhaus Brunnenkolonnade

Die Kurhaus Kolonnade ist mit ca.129 m die längste Säulenhalle in Europa. Hier befindet sich das "Kleine Spiel" der Spielbank. Das heutige Kurhaus entstand zwischen 1904 und 1907 für 6 Millionen Goldmark unter Friedrich von Thiersch anstelle des 1810 erbauten alten Kurhauses. Es ist im neoklassizistischen Stil gehalten. Der mächtige ionische Portikus trägt das Wiesbadener Stadtwappen und die Aufschrift "Aquis Mattiacis" - die Quellen der Mattiaker. Das Kurhaus wurde 1987 originalgetreu restauriert.

Hessische Staatstheater

Im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. wurde das heutige Hessische Staatstheater 1894 von den Wiener Architekten Fellner und Helmer gebaut. Das prunkvolle repräsentative Foyer im Rokoko-Stil wurde 1902 angefügt. Der neobarocke Theatersaal im großen Haus umfasst 1041 Sitzplätze, das kleine Haus 328 und das Studio 89. Die 1839 erbaute Theater Kolonnaden sind geziert von mediterranen Wandbildern und beherbergen kleine Läden. 

Hessischer Landtag 

Das Stadtschloss wurde 1840 als schlichtes Stadtpalais für Herzog Wilhelm von Nassau im spätklassizistischen Stil erbaut. Es war in preußischer Zeit beliebter Aufenthaltsort der preußischen Königs- und der deutschen Kaiserfamilie. Seit 1946 ist es der Sitz des hessischen Landtages

Altes Rathaus und Marktbrunnen

Das alte Rathaus, 1610 errichtet, ist das älteste Gebäude Wiesbadens. 1892 wurde das obere Fachwerkgeschoss mit Schweifgiebeln, durch einen steinernen Aufbau ersetzt. Heute dient das Bauwerk als Standesamt. Mittelpunkt der Altstadt ist der Schlossplatz, der seinen Namen im Jahr 1900 erhielt. Zwischen Rathaus und Schloss befindet sich der Marktbrunnen. Der heute bestehende Brunnen wurde 1753 von Johannes Bager gestaltet und 1767 an seinen heutigen Standort versetzt

Marktkirche und Rathaus 

Die evangelische Marktkirche wurde von 1852 bis 1862 von Karl Boos als neogotische dreischiffige Basilika erbaut. Der Westturm mit einer Höhe von 92 m macht sie zum höchsten Gebäude der Stadt. Die Kirche ist der erste reine Ziegelbau im Herzogtum Nassau. Vor der Marktkirche befindet sich "der Schweiger", ein Denkmal für Wilhelm von Oranien.
Das neue Rathaus an der Südostseite des Schlossplatzes wurde von 1884 bis 1887 von Georg von Hauberrisser gebaut. Die 1945 durch Bomben zerstörte Fassade wurde - in schlichter Ausführung - 1951 wieder aufgebaut. Im Pflaster vor dem Rathaus sieht man den Reichsadler, flankiert vom nassauischen Löwen und den Wiesbadener Lilien.

Römertor 

Die Heidenmauer ist Wiesbadens ältestes Bauwerk aus der Römerzeit und befindet sich neben dem Römertor. Die Mauer ist nur in Fragmenten erhalten und war Teil einer römischen Befestigung aus den Jahren 364-375. Neben der Heidenmauer wurde das Römertor 1902 als Anlage mit überdachter Holzbrücke errichtet.

Kochbrunnen

Der Kochbrunnen wurde 1366 erstmals als "Brühborn" erwähnt. Er führt 15 Quellen zusammen und war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener Trinkkultur. Die 66°C heiße Natrium-Chlorid-Therme ist die bekannteste Quelle der Stadt und liefert 346 Liter Heilwasser pro Minute. Der nahegelegene Kochbrunnentempel dient zum Schutz der Quellen vor Verunreinigungen

Russische bzw. Griechische Kapelle

Die Griechische Kapelle wurde von 1847 bis 1855 als Grabkirche mit 5 vergoldeten Zwiebelkuppeln im russisch-byzantinischen Stil für die sterblichen Überreste der aus St.Petersburg stammenden Gattin Herzog Adolfs , Großfürstin Elisabeth Michailnova und ihren Säuglingen geschaffen. Der Kirchenraum hat eine reiche Marmorverkleidung. Die russisch-orthodoxe Gemeinde Wiesbadens hält ihren Gottesdienst bis heute in der Griechischen Kapelle ab. Der russische Friedhof wurde 1856 angelegt. Hier befindet sich das Grab des berühmten expressionistischen Malers Alexej von Jawlensky

Neroberg-Tempel

Der runde Neroberg-Tempel wurde 1851 von Philipp Hoffmann errichtet. In der Nähe gibt es eine sogenannte "Erlebnismulde" für Kleinkunstaufführungen und ein Ausflugscafé. Das auf dem Neroberg gelegene Opelbad mit herrlichem Blick auf Wiesbaden und ins Rhein-Main-Gebiet wurde 1933/34 im Bauhausstil als Freiluftbad angelegt und nach seinem Stiefvater benannt. Es gilt als eines der schönsten Schwimmbäder Deutschlands

Nerobergbahn

Die 1888 installierte Nerobergbahn ist eine durch Wasserballast betriebene Drahtseilbahn und gilt als technisches Kulturdenkmal. Die Bahnstrecke ist 440 m lang, mit einer Steigung von 25% und einem Höhenunterschied von 80 m.

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